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Ratgeber: Meer und Wetter richtig lesen

Ein praktischer Ratgeber, um zu verstehen, was die Zahlen von MareCalmo bedeuten, und bewusst zu wählen, wohin man fährt. Kein unnötiger Fachjargon: nur das, was man braucht, um den Tag nicht zu verfehlen.

Geführte Tour erneut ansehen Ein 30-Sekunden-Rundgang durch Karte, Filter und Strandkarte

Wie bewegt das Meer ist: die 5 Zustände

Um dir einfach zu sagen, wie das Meer ist, verwenden wir fünf Zustände, je nach Wellenhöhe nahe dem Ufer. Das ist die Grundlage von allem: Für fast jede Strandaktivität braucht es ein niedriges Meer.

ZustandWellenhöheFarbe
Spiegelglatt ⭐bis zu 0,15 m (wie ein Spiegel)grün
Ruhig0,15–0,30 m (kleine Wellen)grün
Ein paar Wellen0,30–0,60 mgelb
Bewegt0,60–1,25 mrot
Sehr bewegtüber 1,25 mrot

In der Praxis suchst du für ein entspanntes Bad ein spiegelglattes oder ruhiges Meer (grün): Der Stern ⭐ markiert das spiegelglatte Meer, die absolut beste Bedingung. Bei ein paar Wellen (gelb) kann man mit etwas Vorsicht noch hingehen; ab Bewegt aufwärts (rot) werden die Wellen spürbar und viele Aktivitäten werden unbequem oder nicht empfehlenswert.

Windwellen und Dünung (Swell)

Nicht alle Wellen sind gleich. MareCalmo unterscheidet zwei Arten, weil sie unterschiedlich zählen:

Windwellen (lokales Meer)

Erzeugt durch den Wind, der dort in diesem Moment weht. Sie sind kurz, ungeordnet und verschwinden schnell, wenn der Wind nachlässt. Das sind die Wellen, die dir das Bad an einem windigen Tag unangenehm machen.

Dünung / Swell

"Echte" Wellen, erzeugt durch einen fernen Seegang, die kilometerweit reisen und gut verteilt und gleichmäßig ankommen. Sie kommen selten vor: Es sind die Wellen, die man zum Surfen braucht, aber sie wirbeln den Sand auf und verringern die Sicht beim Schnorcheln.

Der Wind

Der Wind zählt fast so viel wie die Wellen. Wir geben die mittlere Geschwindigkeit und Böen in km/h an, dazu die Richtung. Einige nützliche Anhaltspunkte:

Es zählt auch sehr, woher er weht: Derselbe Wind kann eine Küste spiegelglatt lassen und die gegenüberliegende unpassierbar machen. Deshalb berücksichtigt MareCalmo die Exposition jedes Strandes.

UV-Index, Regen und Wassertemperatur

Die richtige Aktivität wählen

MareCalmo gibt dir nicht nur die rohen Zahlen: Für jede Aktivität wendet es spezifische Kriterien an und ordnet die Orte entsprechend. Hier ist, was jede Aktivität sucht.

Schwimmen

Entspanntes Bad: spiegelglattes oder ruhiges Meer, mindestens lauwarmes Wasser (≥ 20 °C) und leichter Wind (unter 25 km/h).

Entspannung

Sonnenschirm und Nickerchen: ruhiges Meer, schwacher Wind (unter 15 km/h), damit das Handtuch bleibt, wo es ist, und Regenrisiko unter 30 %.

Schnorcheln

Um unter Wasser gut zu sehen, braucht es eine glatte Oberfläche: ruhiges Meer, wenig Wind (unter 18 km/h) und keine Dünung, die den Sand aufwirbelt.

SUP

Stehend auf dem Brett wirkst du wie ein Segel: Es braucht Wasser wie einen Spiegel (spiegelglattes Meer), sehr wenig Wind (unter 12 km/h), niedrige Böen und keine Gewitter.

Kanu / Kajak

Im Sitzen verträgt man etwas mehr: spiegelglattes Meer, schwacher Wind (unter 15 km/h), mäßige Böen und keine Gewitter.

Boot

Ausfahrt mit dem Freizeitboot: beherrschbares Meer (bis zu ein paar Wellen, ungefähr innerhalb des halben Meters), Wind unter 25 km/h, keine starken Böen und - als Sicherheitsvorgabe - keine Gewitter.

Surfen

Es braucht echte Wellen aus fernem Seegang (Swell), mindestens einen halben Meter hoch und gut verteilt. Das kommt selten vor: wenn es vorkommt, lohnt es sich.

Wind (Windsurfen / Kiten)

Hier ist der Wind ein Vorteil: Es braucht anhaltende Luft von mindestens 20 km/h mit nützlichen Böen über 25 und keine Gewitter.

Sicherheit: drei immer gültige Regeln

  1. Die Vorhersagen gelten auf Ebene eines Küstenabschnitts (etwa 5 km): Sie geben die Tendenz, nicht die Gewissheit Meter für Meter.
  2. Achtung vor Strömungen und Rückströmung, die man an den Zahlen nicht sieht.
  3. Beachte stets die Anordnungen der Hafenbehörde und die Badeflaggen.